Das Beste

„Könnten Sie den Ärzten bitte sagen, dass ich mit ihnen reden möchte?“, fragte ich, als ich aus dem Zimmer schlürfte, „Ich weiß nicht einmal, wer überhaupt mein Arzt ist.“
„Naja, ich bin ja nur die Psychologin“, sagte Miss Thüringen schulterzuckend.
„Aber ich würde wirklich gern wissen, wie das hier weitergehen soll.“
„Also ich würde vorschlagen, dass wir uns ab jetzt zweimal wöchentlich sehen“, sagte sie.
„Das meine ich nicht.“
„Ist nur ein Vorschlag.“
„Ein Vorschlag?“, fragte ich und legte den Kopf schief.
„Also, naja, ich—“
Sie strich sich wieder über die Oberschenkel.
Ich holte tief Luft.
„Also— ich würde das dann mal so eintragen, meine ich.“
Als ich ob eine Wahl hätte, dachte ich.

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Feuerwehrmann

Miss Thüringen war jung, vielleicht Ende zwanzig.
Ihre Haare waren lang und blond, ihr Pullover enganliegend.
Die Pfleger drehten sich nach ihr um, wenn sie vorbei lief.

Ihr Büro lag gleich neben der großen Schwesterstation auf der anderen Seite.
Die Gelenke der Glastür ächzten, als wir hindurch gingen.
„Soll ich mitkommen?“, fragte einer der Pfleger, als sein Schlüssel zurück an seinen Hosenbund schnappte, „Also, falls was passiert?“
Aber Miss Thüringen hörte nicht zu.

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